Meine Gedanken

 

Es wird schon sehr bald dunkel. Nur noch wenig Lichter sind an und ich kann den Weg kaum noch erkennen. Jeder Schritt geht ins Ungewisse. Doch da sehe ich die erleuchteten Kirchenfenster, ihr Schein erleuchtet sogar meinen Weg. Jetzt kann mit sicheren Schritten den restlichen Weg zurücklegen. Das Licht gibt Orientierung, tut gut. 

 

„In der Dunkelheit erwarten wir ein Licht", so bekennt Markus Lichtenberger in seinem Adventslied. Er erinnert damit an die Zusage Jesu: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12). In der Weihnachtskrippe leuchtet es auf und begleitet uns durch die dunkle Jahreszeit. Und dieses Licht nimmt der Stern von Bethlehem auf und überstrahlt die Dunkelheit der Hirten auf dem Feld.  Sie machen sich auf den Weg und gehen zum Stall.

  

So erlebe ich die Liebe Gottes in der Welt. Sie erhellt, erleuchtet, wärmt, führt Menschen den rechten Weg. Aber nicht immer ist sie auf den ersten Blick zu erkennen, denn sie kann in ganz unterschiedlicher Form erscheinen. Sie zeigt sich oft strahlend, ganz wie die Sterne oder die Sonne am Himmel. Ein andermal aber verschlossen, in einer unerwarteten, gar nicht so angenehmen Gestalt. Entscheidend ist das Licht. Dass es uns leuchtet. Können wir es sehen?

 

Das Licht in der Krippe ist eine wunderschöne Erinnerung: Mitten in den dunklen Stunden des Lebens wurde Jesus Christus geboren, der selber hell und klar ist. Er sagt von sich: Ich bin das Licht der Welt. Wer mit nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12). Gottes Liebe begleitet uns auf unseren Wegen. Sein Licht erlischt auch dann nicht, wenn die Dunkelheit noch weiter zunimmt. Gott bleibt bei uns und zeigt uns den Weg bis ans Ende unseres Lebens.  

 

Gott ermutige und segne uns auf diesem Weg. 

 

Ihr Pfarrer Eric Maurer

 

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